Hallo Ihr Lieben,
war das eine Woche!!!
Aber ich glaube, ich fange von vorne an...
Ich habe mich also tatsächlich vor einiger Zeit getraut, mich zum Workshop von Patrick Devonas (Stillleben oder Portrait) anzumelden. Ein paar Wochen später befielen mich panikartige Attacken... Was hab ich da nur gemacht? Ich bin noch lange nicht so weit, das kann ich nie im Leben, ich störe nur, ich blamiere mich, Patrick wird denken, ist die bescheuert... und lauter so nette Kleinigkeiten gingen mir durch den Kopf. Schließlich ist die Ölmalerei (bis auf etliche BR Bilder und zwei andere, die mehr oder weniger mißglückt waren) nicht unbedingt mein Ding bisher gewesen. Total unsicher ging es an die Fotografierei meiner mittleren Tochter - ich wollte unbedingt ein Portrait malen. Tja, so einfach ist das nun auch nicht, die Belichtung stimmt hinten und vorne nicht, egal, wieviele Bilder ich auch einstellte. So war Susi nicht zu malen. Na gut, dann mal ich halt ein Stillleben - wird ja nicht sooo schwer sein, das zu fotografieren. Aber auch das gelang mir nicht... Total verunsichert, spielte ich mehrmals mit dem Gedanken, aufzgeben, bevor ich angefangen hatte. (Eigentlich hätte ich nur richtig lesen müssen, was im Onlinekurs erklärt wurde und danach handeln...) Überglücklich, dass uns gut belichtete Fotos zur Verfügung gestellt wurden, entschloss ich mich, ein Bild nach einem Foto von CPP zu malen - zwei Birnen auf einem Holztisch. Sah nicht so schwierig aus... (Man sollte richtig gucken!!!)
Schon bei den Vorbereitungen packte mich wieder die Verweiflung - das sah nicht gut aus - mir fehlte definitiv die Zeit. Zu allem Überfluss teilte man mir auch noch mit, dass mein Arbeitsvertrag diesmal nicht mehr verlängert werden würde. Frustration pur...So reiste ich mich einem halbfertig vorbereiten Bild nach Grefrath. Meine Grisaille war noch nicht fertig... Zum Glück hat Helmut (ML) mir noch ein bischen unter die Arme gegriffen...
Die Angst, es nicht gut genug zu können, fiel sofort ab, als ich dort ankam. Patrick ist ein Mensch, der einem das Gefühl gibt, dass man das schon schafft, wenn man nur an sich glaubt. Ich fühlte mich "an die Hand genommen" und in ein unbekantes Mal-Land mitgenommen. Schrittchen für Schrittchen ging es vorwärts, (so kleine Schritte habe ich allerdings noch nie gemacht, aber es lohnt sich) nach jedem "Augenkneifen" sah ich ein bisschen mehr von dem, wovon Patrick sagte, dass es so wichtig sei. Es wurde viel besprochen, diskutiert, bei dem einen oder anderen zugeschaut, bestaunt und Tips bei den "alten Hasen" eingesammelt, wo man sie nur kriegen konnte. Und alle haben mich unterstützt und ermutigt - das half unglaublich! Patrick war immer zur Stelle, wenn man spezielle Hilfe brauchte und - er kann super gut erklären! Mein Bild machte Fortschritte - bis auf den Moment, wo ich mir darüber klar wurde, dass ich Seidenpapier malen musste. Blockade pur! Nichts ging mehr! Wieso hatte ich das nicht gesehen??? Da war zerknautschtes Seidenpapier zu malen - o neiiiiin! Tja, das hatte ich mir selbst eingebrockt. Augen zu (kneifen) und durch... aber auch das habe ich gemeistert. Der Schweiss floß in Strömen und mein Genick war abends total verkrampft, genauso wie meine rechte Hand. Aber ich denke, es hat sich gelohnt.
Die Stimmung war die ganze Woche über teils hochkonzentriert, teils übermütig - hab ich gelacht in der Woche!!!
Also ich kann nur sagen - wer die Chance eines der nächsten workshops nicht nutzt, ist selbst schuld! Spart Leute und geht hin! Es lohnt sich!!!Was Besseres gibts nicht!
Patrick - es war supi!!! 
So, und hier das fast fertige Bild (das Seidenpapier hat noch Überarbeitung nötig )und die Vorzeichnung und die Untermalung - von der Grisaille habe ich - warum auch immer kein Bild

Liebe Grüße Ingi